Caia Matheson Art
Caia Matheson Art
Caia Matheson
Caia Matheson ist eine preisgekrönte zeitgenössische Ölmalerin aus East Sussex, Großbritannien. Sie wurde in Johannesburg geboren und erhielt ihre Ausbildung in Tokio und London. Matheson hat vielfach in Großbritannien und international ausgestellt und stand auf den Shortlists zahlreicher Auszeichnungen. 2004 wurde sie Brighton Artist of the Year. 2014 malte sie in Brighton Europas ersten Regenbogen-Fußgängerüberweg. 2013 wählte der Autor Neil Gaiman ihre Arbeit für das Buch A Calendar of Tales aus.
Matheson lässt sich von Wabi-Sabi inspirieren, der Schönheit des Unvollkommenen.
Für Matheson ist Malerei ein sehr körperlicher Prozess. Sie liebt es, Malmittel zu mischen und mit ihren Wirkungen zu experimentieren. Für sie kann das der spannendste Teil des kreativen Prozesses sein. Sie arbeitet mit Öl: Ölfarben aus der Tube, Ölmalstiften, Ölpastellen und Mischungen aus Ölfarben und Farbstoffen. Sie schätzt deren Textur, Konsistenz und Geruch. Matheson malt mit den Händen und Spülschwämmen auf Leinwänden, die flach auf dem Boden liegen. Sie trägt Ölfarbschichten auf und kratzt sie wieder ab, um eine Welt in anderen Welten entstehen zu lassen.
Die Schichten sind so angelegt, dass verschiedene Motive der Komposition sichtbar werden. Sie liegen in den dunklen und hellen Bereichen verborgen, treten mit wechselndem Licht hervor und verschwinden wieder. Je nach Lichtverhältnissen und Stimmung zeigen sie unterschiedliche Facetten.
‚Meine Arbeit handelt von Worten und Versen aus den verschiedensten Quellen: Hörspielen, Hörbüchern, Geschichten, Liedtexten und Gedichten. Worte wecken in mir wunderbare Bilder, die ich in meinen Arbeiten in eine visuelle Erzählung übersetze.
Ich beginne mit einer bestimmten Farbe, die ich vor meinem inneren Auge sehe. Dann nehme ich weitere Farben hinzu und baue Schichten auf der Leinwand auf. Ich kratze sie wieder ab und überlagere sie erneut, wie bei einem Palimpsest – wörtlich: sauber abgeschabt und wiederverwendet. Mich fasziniert die Vorstellung, dass frühere Spuren unsichtbar bleiben und doch ein wesentlicher Bestandteil der Komposition sind.
Jede neue Schicht betrachte ich als eine Generation, mit der ich die Leinwand nach Bedarf bevölkere oder entvölkere und dabei meine eigene Welt erschaffe.
Ich möchte eine Welt in anderen Welten schaffen.
Als Kind faszinierte mich der Wurm Lowly in den Büchern von Richard Scarry. Ich liebte es, jede Seite nach ihm abzusuchen. Wenn ich ihn fand, war ich rundum zufrieden – als hätte ich ein Stück geheimer Wahrheit entdeckt, das alle meine Fragen über das Universum beantworten würde. Auch in meinen abstrakten Arbeiten gibt es solche Lowly-Würmer, wenn auch in symbolischer Form.‘
Caia Matheson







