Ausgangspunkt war Russlands Invasion in der Ukraine. Die negativen Seiten des Menschen – Gier, Egoismus, Täuschung – überwältigten mich. Ehrlich gesagt konnte ich nicht nur die Gefühle auf ukrainischer Seite nachvollziehen, sondern auch die Absichten der russischen Armee. Wir ziehen Grenzen zwischen Gut und Böse, guten und schlechten Taten, Moral und Unmoral, Schönheit und Hässlichkeit. Diese Grenzen verursachen Leid. Ich leugne nicht den Unterschied zwischen Gut und Böse. Doch wir sollten Regeln nicht blind befolgen, sondern uns ein eigenes Urteil bilden. Wir müssen über die Gefühle anderer nachdenken, sie verstehen und erkennen, dass es Mitgefühl gibt.
Wir sind nicht vollkommen. Jeder Mensch wird von jemandem gehasst und geliebt, unterstützt und abgelehnt. Wir müssen verstehen, dass niemand eine vollkommene Persönlichkeit besitzt.
Ich habe Elemente aus unterschiedlichen Bereichen zusammengetragen. Das berühmte dritte Album „London Calling“ der englischen Rockband The Clash, die in den 1970er- und 1980er-Jahren aktiv war, lieferte mir das Bild des Bassisten Paul Simonon, der seinen Bass auf den Boden schlägt. Außerdem griff ich die Zeile „A guaranteed personality“ aus dem Lied „Lost in the Supermarket“ auf und ordnete sie so an, dass sie zur Selbstreflexion anregt.