Als Teil einer Gemäldeserie spiele ich mit schwer fassbaren Vorstellungen von Erinnerungen und Träumen. Ich setze Überreste persönlicher Notizen, Gedichte und Fotos zwischen Schrift und erkennbare Bilder jüngerer und vergangener Ereignisse. Diese Fülle an Bildmaterial erhält neue Bedeutungen und Symbolik, wenn sie auf einer Leinwand zusammenkommt. In meiner Arbeit verwende ich Mischtechniken, um Collageoberflächen mit Acryl, Öl, Tusche, Kohle und Tempera Leben und Lebendigkeit einzuhauchen. Diese fragmentierten Bilder und Texte treten schemenhaft aus den Gemälden hervor, lassen Bedeutung aufblitzen, verraten aber nicht zu viel. Meine Gemälde sind vielseitig und symbolisch. Es geht darum, in dieser gemusterten, rhythmischen Verbindung von Collage und Malerei ein Gleichgewicht zu finden. Die Farben sind von der Natur und den wechselnden Lichtverhältnissen am Himmel inspiriert.
Meine Arbeit interpretiert die Unterschiede zwischen Geschichte und Erinnerung: wie wir Erinnerungen jedes Mal verändern, wenn wir zu ihnen zurückkehren; wie wir Bilder erkennen und uns an Ereignisse erinnern; und wie die Erinnerungen anderer Menschen von unseren eigenen abweichen. Erinnerung bezeichnet die Art, wie Einzelne und Gesellschaften bestimmte Momente und Ereignisse ihrer Geschichte bewusst erinnern oder vergessen. Mit Collage und Malerei möchte ich ein fesselndes abstraktes Kunstwerk mit erkennbaren Elementen schaffen, das Betrachtende anspricht, immer wieder in seinen Bann zieht und einen bedeutsamen Dialog anregt. Es soll eine Atmosphäre des Träumens und Erinnerns schaffen. Die Bilder sollen dekorativ sein, aber auch den Wunsch wecken, näher heranzutreten und weitere Details zu entdecken. Ich möchte, dass Betrachtende persönliche Erinnerungen in meinen Gemälden wiedererkennen.